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Lotterien kennen keine Flaute

Von Christine Zeiner

Wirtschaft

Die Konjunkturflaute wirkte sich offensichtlich nicht auf die Österreichischen Lotterien aus: Im vergangenen Jahr ist der Umsatz der Lotterien (Lotto, Toto, Bingo, Zahlenlotto, Joker, ToiToiToi, Rubbellos, Brieflos, Klassenlotterie und win2day.at) um 4,5% auf 1,35 Mrd. Euro gewachsen.


Das Rezept: "Die Menschen wollen die neuen Spiele am Markt ausprobieren", erklärt Günter Engelhart, Pressesprecher der Österreichischen Lotterien. Im März 2003 startete "ToiToiToi". "Wir haben mit 40.000 Tipps pro Ziehungstag gerechnet. Von März bis Dezember waren es im Schnitt 65.000", berichtet Engelhart im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Im laufenden Jahr lag die Beteiligung laut Engelhart bei 50.000.

Daneben konnte die Spielplattform "win2day.at" ausgebaut werden. "Pro Woche kommen ca. 1.000 neue User hinzu, die hin und wieder spielen", sagt Engelhart. Gespart würde hingegen bei Lotto, Brieflos und Rubellos -wobei Lotto und Joker im laufenden Jahr durchaus zum erwarteten Umsatzwachstum beitragen könnten: Anfang Mai wurden die Preise für Lotto von 0,75 auf 0,85 Cent, jene bei Joker von 1 Euro auf 1,10 angehoben.

"Wir rechnen 2004 mit einem Umsatzplus von 8,9%", sagt Engelhart. Zuwächse in Höhe von 40 bis 50% erwarten sich die Lotterien heuer bei den Spielen der Internet-Plattform "win2day.at", deren Umsatz im Vorjahr um 37,2% auf 281,7 Mill. Euro gestiegen ist. Heuer werde der Umsatz in diesem Bereich weiter auf 350 bis 400 Mill. Euro steigen. Der durchschnittliche Wochenumsatz liege derzeit bei 7,7 Mill. Euro. Seit März kann auf der Plattform auch auf Pferderennen gewettet werden.

Die Internet-Plattform soll künftig in eine derzeit in Gründung befindlich eigene Gesellschaft ausgegliedert werden, an der die Lotterien und Casinos je 50% halten. Die Verhandlungen über eine geplante Einführung des Spiels "Euromillion" im Herbst 2004 auch in Österreich sind noch im Laufen. "Euromillion" wird seit Februar in Spanien, Frankreich und England angeboten.

Keine Konkurrenz sei die Rennbahn von Frank Stronach in Ebreichsdorf, denn, erklärt Engelhart: "Dort braucht man ein gewisses Fachwissen. Bei uns entscheiden der Zufall und das Glück."