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Luft-Detektiv statt Nacktscanner!

Von Heiner Boberski

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Für Laien ist es kaum vorstellbar: Die Protonen-Tausch-Reaktions-Massenspektrometrie (PTR-MS) ermöglicht es, aus einem unter 10.000 Milliarden Teilchen in der Luft einen bedenklichen Stoff nachzuweisen und zu erkennen. Patrioten wird es freuen, dass Physiker der Universität Innsbruck führend an der Entwicklung dieser Technologie beteiligt sind, dass ein Spin-off-Unternehmen die darauf basierenden Geräte in die ganze Welt exportiert. Wie viele Chancen sich damit auf den Sektoren Sicherheit und medizinische Forschung eröffnen, ist noch gar nicht abzusehen.


Eine Chance ist allerdings offensichtlich und wurde auch bereits angesprochen. Denn der neue Luft-Detektiv, wie der Innsbrucker Physiker Tilmann Märk das Gerät nennt, kostet mit 100.000 Euro nicht mehr als der im Volksmund "Nacktscanner" titulierte Ganzkörperscanner, der nun, von den USA ausgehend, nach und nach die Flughäfen erobert. Glaubt man den Experten, so ist er außerdem um einiges effektiver im Aufspüren von Explosivstoffen, Kampfstoffen und Drogen, verletzt nicht die Intimsphäre der Reisenden und setzt sie auch keiner Strahlung aus.

Alles in allem (von der österreichischen Herkunft einmal ganz abgesehen) sind das nur Vorteile, die hoffentlich auch bald auf internationaler Ebene zur richtigen Entscheidung führen: Luft-Detektiv statt Nacktscanner!

Es gibt eine Alternative zum Nacktscanner