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Mag. Guserl tröstet mich

Von David Axmann

Kommentare

Ich: Ich bin, liebe Frau Magister, oder wie es korrekterweise heißen muss: Magistra, einigermaßen verzweifelt. Ich will Ihnen auch gleich sagen, warum. Sie haben sicherlich noch nie ein "Linsengericht" verfasst, nicht wahr? Ein solches zuzubereiten kann einen Hobbyfernseher wie mich manchmal ganz schön ins Schwitzen bringen. Man soll nämlich jedes Mal etwas Neues, Frisches auftischen, und das ist leichter gesagt als geschrieben. Der Zwang, sowohl originell zu sein als auch rechtzeitig fertig, bewirkt dann gern eine Schreibblockade, deshalb bin ich, wie geklagt, verzweifelt. Nun habe ich aber glücklicherweise gelesen, dass Sie "einfühlsam, kompetent und objektiv den Konflikten ihrer Klienten auf den Grund gehen". Also bitte, Frau Magistra, gehen Sie!

Mag. Guserl (alles im O-Ton!): Das klingt ja nach einem eigenartigen Verhalten. Aber das kommt relativ häufig vor. Haben Sie das wirklich notwendig? Sie müssen mir darauf nicht antworten, denken Sie aber darüber nach. Man merkt, dass Sie etwas bedrückt - da muss man eingreifen . . . Strategien entwickeln, um den Fehlern zu entgehen. Eine Phobie ist eine Krankheit, die sich entwickelt hat aus einem schlimmen Erlebnis . . . So leicht ist das jetzt nicht, dass man eine Lösung findet. Doch ich glaube, Sie können Vertrauen haben, das heißt, es gibt einen Ausweg. Versuchen Sie, Ihr Verhalten etwas zu reduzieren - ist Ihnen das unangenehm? Wir sollten gemeinsam weitere Gespräche führen . . . - Ich: Danke, Sie haben mir sehr geholfen. (Tanja Guserl ordiniert täglich, außer Sa. u. So., von 16-17 Uhr auf ATVplus.)