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Man gönnt sich ja sonst nix

Von Bernhard Baumgartner

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Zuletzt war unklar, ob es der ORF noch vor dem Weihnachtsgeschäft schaffen wird, Karten für den Song Contest im Mai in Wien aufzulegen. Ursprünglich wollte man schon im November mit dem Verkauf loslegen, nun hat man doch noch Gas gegeben und wirft zumindest einmal einen Teil der Karten ins Weihnachtsgeschäft. Denn wie viele Karten nun letztlich verkauft werden können, dürfte noch nicht feststehen, da die Aufteilung der Halle noch nicht ganz sicher ist.
Tatsächlich dürfte es gut gewesen sein, vor Weihnachten zu verkaufen, denn die Tickets haben Preise, die nicht von schlechten Eltern sind. Im Finale kostet ein Sitzplatz der zweiten Kategorie 290 Euro – dagegen nimmt sich sogar der Opernball mit 250 Euro Eintritt fast wie eine Okkasion aus. Selbst die Stehplätze kosten im Finale 220 Euro, dafür sind diese auch weiter vorne und nicht irgendwo auf der Galerie. Das Preisniveau ist nicht überraschend, muss der ORF doch die enormen Kosten der Show irgendwie hereinspielen.

25 Millionen Euro sind budgetiert, wie viel davon von der EBU wieder hereinkommen, hängt auch vom Ticketverkauf ab – den macht der ORF nämlich nicht selbst, sondern die EBU. Dass der Veranstalter dafür versucht, 700 freiwillige Helfer anzuwerben, die Hilfsdienste beim Song Contest machen, wirkt dann doch ein wenig seltsam. So hilflos kann so eine große Organisation ja auch nicht sein, dass man fast wie ein Charity-Event auf freiwillige Helfer in großer Zahl zurückgreifen muss. Zwar wird man die 700 Helfer sicher erreichen, ausreichend Meldungen hat man jedoch noch nicht. Verwunderlich ist das nicht.