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"Man ist stolz, wenn man nur sechs Prozent verliert"

Von Petra Medek

Wirtschaft
Seltener Anblick in Sofia: In Bulgarien sind Einkaufszentren noch rar. Die Sparkassen Immobilien verewigt sich mit dem Serdika Center, das im dritten Quartal 2009 eröffnet werden soll. Foto: Sparkassen Immobilien

S-Immobilien spürt jüngste Turbulenzen, expandiert aber fleißig weiter. | Sofia. Die Geschehnisse rund um die Meinl European Land lassen andere heimische Unternehmen in der Immobilienbranche nicht kalt. Bei Veranstaltungen mit internationalen Investoren werde er derzeit zuerst auf die Meinl angesprochen, erzählt Holger Schmidtmayr, Vorstand der Sparkassen Immobilien AG. Denn Investoren seien derzeit vorsichtig, wenn es um österreichische Immo-Unternehmen geht.


Die Börsenturbulenzen der jüngsten Zeit haben auch der in Wien notierten Immobilien-Investmentgesellschaft der Erste-Bank-Gruppe zu schaffen gemacht. "Derzeit muss man stolz sein, dass man nur sechs Prozent verloren hat", meint Schmidtmayr. Trotz der Verluste sei seine Gesellschaft jedoch Gruppenbeste geblieben.

In Sachen Expansion bleibt die Sparkassen Immobilien AG auf dem Gas. Derzeit wird in Sofia für 210 Mio. Euro ein Einkaufszentrum plus Büros mit einer vermietbaren Fläche von 85.000 Quadatmetern gebaut. Partner dafür ist die Hamburger Gesellschaft ECE, die für die Entwicklung und Vermietung verantwortlich zeichnet. Die Eröffnugn ist im dritten Quartal 2009 geplant. Das Interesse für die 200 Shops sei schon jetzt sehr groß, erläutert ECE-Manager Christian Wulff.

Mehrere hundert Euro

Weitere Projekte im Handel oder Bürosegment in Bulgarien folgen, versichert Schmidtmayr. "Wir werden in den nächsten zwei bis drei Jahren mehrere hundert Euro hier investieren".

Der bulgarische Markt habe "riesiges Wachstumspotenzial". Einkaufszentren sind hier derzeit noch Mangelware - auf eintausend Einwohner kommen nur rund 26 Quadratmeter Einkaufsfläche.

Selbst entwickeln statt Kaufen ist dabei die Devise der S-Immobilien. Denn die wenigen Objekte, die in Bulgarien zu haben sind, seien teilweise teurer als Vergleichbares in Hamburg, so Schmidtmayr.