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Markenartikler: Geiz als Synonym für Sparsamkeit?

Von Petra Medek

Wirtschaft

Wider den Geiz richtete sich die heurige Kampagne des Markenartikelverbandes mit rund 8.000 Plakaten und über 100 TV-Schaltungen.


Die soeben abgelaufene Kampagne habe in Frage stellen wollen, ob Geiz wirklich geil ist. Man habe daher diesen Werbeslogan aufgegriffen und umgekehrt, erklärte Gottfried Gröbl, Präsident des Verbandes der Markenartikelindustrie und Chef von Masterfoods Austria. Geiz dürfe kein Synonym für Sparsamkeit sein. Mit dem Kauf von Markenartikeln könne man sich etwas gönnen - und dafür dürfe es auch einmal der eine oder andere Cent mehr sein. "Wollen wir uns denn zu Tode sparen?" appellierte er an die Kauflust der Konsumenten.

"Jeder will günstig einkaufen, aber niemand will ein Geizhals sein", meinte Mariusz Jan Demner von der Agentur Demner, Merlicek & Bergmann, die die Kampagne traditionell betreut. Das Konzept der Werbung entwickle sich zum "Exportschlager". In Ungarn wurde gerade die fünfte Kampagne gefahren, auch Norwegen, Polen und Deutschland arbeiten nach heimischem Vorbild. Interesse hätten auch italienische, tschechischen und französische Markenartikler.