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Markenbekanntheit ist der Joker bei Jolly

Von Petra Medek

Wirtschaft

Relaunch der | Schreibwarenmarke abgeschlossen. | Spiele ab Herbst | in den Regalen. | Wien . In der Brevillier-Urban-Gruppe, bekannt für die Marke Jolly, hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Markus Weber, Geschäftsführer seit 2005, hat das Unternehmen umgekrempelt. Um mit den Jolly-Schreibwaren ins Qualitätssegment zurückzukehren, wurde die Marke einem Relaunch unterzogen. Die Zahl der Artikel wurde von 4000 auf 400 reduziert, für den Bürobereich wird nicht mehr produziert. Mit einem neuen Design (mittlerweile lacht der fünfte Jolly-Kopf von den nunmehr grünen Packungen), einem Kinder-Webportal und einem Klub als Kundenbindungsprogramm hat sich Jolly nun ganz auf die Zielgruppe Kinder zugespitzt.


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Weber spielt dabei die Bekanntheit der Marke aus. "Ich habe als Piefke selbst erst lernen müssen, welchen Markenwert Jolly in Österreich hat. Den kennt hier nicht nur jedes Kind, deren Eltern sind schon damit aufgewachsen", erzählt der gebürtige Deutsche. Laut einer Gallup-Umfrage erreiche Jolly bei Kindern hierzulande eine spontane Markenbekanntheit von 91 Prozent.

Dass der Relaunch geglückt sei, zeige sich dadurch, dass Jolly-Produkte nun nicht mehr zu Schleuderpreisen im Handel zu finden sind. Weber hofft, dass dies beim nahenden Schulbeginn so bleibt.

Vieles in der Pipeline

Weil man "mit Buntstiften zwar wachsen, aber nicht die Welt erobern" könne, kommen ab Ende Oktober zwölf Jolly-Spiele auf den heimischen Markt. Die in Österreich produzierten Kreativ-, Lern- und Brettspiele sollen bereits im Weihnachtsgeschäft punkten. Im nächsten Jahr will Weber damit 600.000 bis 800.000 Euro umsetzen. Weitere Spiele sind in der Pipeline, außerdem ist die Ausweitung auf den deutschsprachigen Raum geplant.

Dass weitere Neuerungen folgen, lässt sich erahnen: Auf den am Donnerstag präsentierten Spielen findet sich auch das Logo des Senders Super-RTL. Was es damit auf sich hat, will Weber aber noch nicht verraten.