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Mecki & Co. statt Meckerei

Von Reinhold Aumaier

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Wahnsinn! Der letzte Akkord ist noch nicht verklungen, da brüstet sich die Radio-Wien-Tante schon, den Hit "ganz ausgespielt" zu haben. Das kann ja noch heiter werden, wenn es in dieser Tonart weitergeht: Musik "ganz" ausklingen zu lassen, den Gesprächspartner "ganz" ausreden zu lassen. Von Letzterem war die nervende Talk-Show-Dilleteuse Christiansen am Sonntag in der ARD himmelweit entfernt. Man war doppelt verärgert, da Kanzler Schröder bereit und willens war, ohne Herumrederei die Für und Wider seiner (Art der) Politik ausführlich kundzutun. Da hat nur noch Herr Brusatti gefehlt mit seinem "ereignisreichen Tag", den er uns weiterhin glaubt wünschen zu müssen. Aufhör'n, aufhör'n!

Bei so viel Konfrontation mit dummdreister (Erwachsenen-)Welt bleibt nur eins - das zeitweilige Abtauchen in den Kinderkanal. Natürlich ist die Welt bei "Mecki" noch heil . . . zumindest fast. Auch mit der Story um den Hl. Abend war man vorgestern etwas arg spät dran. Aber da das Wetter passt und schöne Weihnachten immer nachklingen, wärmte man sich das Herz an den lieben Stachelfrüchtchen. Sagt doch das eine glatt zum andern, als sie einen Dieb um das Schulgebäude streichen sehen: "Ach was, die Schule kann er ruhig klauen!" Aber wem, wenn nicht Igelkindern, verzeiht man eine stachelige Bemerkung. Es ist ja schließlich doch ein Quantum Böses in der Welt - das will bekämpft und überstanden sein, bevor das Weihnachtsfest doch noch ein friedliches und glänzendes werden kann.

Bei den zeitgemäß auffrisierten Herren Max & Moritz ging es nachmittags schon eindeutig weniger harmlos zu. Trotzdem: Einfach "Mecki" & Co. statt Meckerei; der Kinderkanal als Ausweichquartier!