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Mehr als nur ein Trostpflaster

Von Tamara Arthofer

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Tamara Arthofer
Tamara Arthofer ist Sport-Ressortleiterin.

Das Sudern zählt ja bekanntlich zu den Stärken des gelernten Österreichers, auch Peter Schöttel kann das recht gut. Doch angesichts des (vor)entschiedenen Titelkampfs, in dem Rapid ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten Salzburg daheim eine aufgrund einiger Umstände emotional besonders bittere Niederlage hinnehmen musste, sagte er auch etwas sehr Richtiges, das im allgemeinen Gejammer um Stefan Maierhofers Aktionen fast ein bisschen unterging. Vielleicht wäre der Titel für die Mannschaft noch zu früh gekommen, meinte er, die volle Konzentration müsse nun dem Fixieren des Europa-League-Platzes gelten. Auch wenn wohl kaum ein Team gerne auf den Titel und die Aussicht auf die ganz große Bühne und das Geld, das die Champions League bietet, verzichtet, hat die zweite europäische Liga ihren Status als Trostpflaster zu Unrecht. Die Gegner sind auch dort mitunter höchst attraktiv, und gerade für junge Mannschaften sind die Entwicklungsmöglichkeiten dort bei weitem größer. "Es ist gut, wenn wir in der Europa League spielen", sagte Schöttel also. Auch das ist ein Zugang. Und sicher nicht der blödeste.