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Mehr Freiräume für Studierende

Von Heiner Boberski

Wissen

Die "Grünen und Alternativen StudentInnen" (GRAS) stellten ihre Spitzenkandidatinnen und ihr Programm für die ÖH-Wahl 2005 vor.


Die GRAS geht "widerständig & lebendig" mit vier Schwerpunkten in den ÖH-Wahlkampf 2005: Bildungspolitik, Demokratisierung, Feminismus und Freiraum. Näheres dazu sagten die beiden Spitzenkandidatinnen, Doris Gusenbauer (nicht aus der Familie des SPÖ-Chefs) und Rosa Nentwich-Bouchal (vor der Matura schon ausgebildete Konditorin), in einer Pressekonferenz in Wien.

"Für uns ist Bildung kein Marktwert, sondern ein Menschenrecht", formulierte Nentwich-Bouchal. Bildung dürfe nicht auf Ausbildung reduziert werden. Der freie Hochschulzugang für alle sei ein gesellschaftlicher Wert. Die Bildungsministerin sollte sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen und nicht derzeitige Trends zur Einschränkung des Zuganges unterstützen.

Die GRAS ortet Demokratieabbau und Entmündigung an den Universitäten und verlangt mehr Mitbestimmung der Studierenden sowie "selbstbestimmte Studienpläne". Noch immer seien Frauen im im Hochschulbetrieb "massiv benachteiligt" (ihr Anteil an den Studierenden beträgt 53, aber an den Professorinnen nur 7 Prozent). Gusenbauer will im Wahlkampf auch strukturelle sexuelle Gewalt thematisieren.

Schließlich verlangt die GRAS an den Universitäten selbstverwaltete Räume und Mittel - "von Studierenden für Studierende" -, wo Kommunikation abseits von Konsumzwang möglich ist.

Bei der ÖH-Wahl will die GRAS, die an elf Universitäten kandidiert, stimmenstärkste Fraktion bleiben und erreichen, dass die Neuordnung der ÖH-Bundesvertretung als "erste schwarz-blaue Umfärbeaktion" scheitert. Eine Zusammenarbeit mit der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft in der Bundesvertretung schließt die GRAS aus, sie will weiter mit dem VSStÖ eine "linke Exekutive" bilden.