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Mehrwertdienste kommen teuer

Von Konstanze Walther

Wirtschaft

AK fordert mehr Konsumentenschutz bei SMS-Diensten. | Wien. (wak) Die AK ortet zunehmende Verwirrung der Konsumenten in puncto Telefonieren. Beschwerden über Festnetz-, Mobilfunkbetreiber und Mehrwertdienste nehmen stark zu, im Vorjahr wurden über 23.000 Konsumenten dazu beraten. Die Tarife seien schwer vergleichbar, zusätzlich treiben sogenannte Mehrwertdienste die Handy-Rechnung in die Höhe. Dieser Sektor bereite am meisten Kopfzerbrechen, meinte AK-Konsumentenschützer Harald Glatz bei einer Pressekonferenz am Montag.


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Mehrwertdienste sind spezielle, kostenpflichtige Leistungen, beispielsweise eine SMS zur Information über das Wetter oder Sportergebnisse, aber auch Klingeltöne, Spiele und Logos. Allein mit Klingeltönen war 2004 der EU-weite Umsatz 1,4 Mrd. Euro schwer. "Vor allem Jugendliche kaufen teilweise ein Klingel-Abo, ohne es zu realisieren", weiß Glatz. Oft seien die Preise nicht durchschaubar, die meist unseriösen Mehrwertdienst-Anbieter ignorierten sowohl Stornierungen als auch die gesetzlich verlangte Transparenz.

Die AK fordert nicht nur, dass diese Mehrwertdienste besser kontrolliert werden, sondern auch, dass alle Handyanbieter bis Jahresende die Möglichkeit bieten, Mehrwertdienst-SMS kostenlos zu sperren.