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Meinungsumschwung

Von Tamara Slavik

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Ausgiebig feiern konnte die ASO, die Veranstaltungsagentur der Tour de France, ihren Etappensieg gegen den Weltverband UCI nicht. Ausgerechnet am Tag, nachdem die Pro-Tour-Teams ihren Ausstieg aus der ungeliebten Serie beschlossen hatten, wurde der zweite Doping-Fall der diesjährigen Auflage bekannt. Dabei hatte die ASO doch stets behauptet, alles, alles getan zu haben, damit Doping bei der heurigen Tour keine Chance haben würde. Das war ein nicht unwichtiger Streitpunkt mit der UCI. Man wolle sich schließlich selbst aussuchen, welche Teams und Fahrer startberechtigt seien - jene, die sich Gröberes zu Schulden haben kommen lassen, seien nicht erwünscht. Wie heuer Astana zum Beispiel.


Nun ist alles anders, der Rennstall wird sich der neuen Serie anschließen und darf dann im kommenden Jahr selbstredend auch an den großen Landesrundfahrten teilnehmen. Natürlich kann man Astana nicht für ewig verdammen, nur weil 2007 so einiges schief gelaufen ist. Mit dem raschen Meinungsumschwung haben sich die Veranstalter aber selbst eines ihrer Argumente beraubt. Oder geht es am Ende gar mehr um Macht als um den Kampf gegen Doping?