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Melodien für Millionen

Von Christina Böck

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Da sagt man immer, Fußball ist so ein lukratives Geschäft. Also, wenn man ein kleiner, wendiger Portugiese mit strahlendem Gebiss ist. Und Cristiano Ronaldo heißt. Der steht zumindest auf der "Forbes"-Liste mit den bestbezahlten Fußballern an der Spitze. Laut dieser verdient er 93 Millionen Dollar im Jahr. Eh viel. Aber quasi Hartz IV im Vergleich zur Musikbranche. Mit einem so läppischen Salär kommt man auf der Liste der bestbezahlten Musiker mit Müh und Not gerade noch in die Top drei. Angeführt wird diese Liste von "Puff Daddy" Sean Combs und seinem erklecklichen Verdienst von 130 Millionen Dollar. Das ist übrigens in Euro auch sehr viel.

Direkt hinter ihm - der Gender Pay Gap muss sich schließlich auch auf solchen Listen auswirken - spürt Puffy den heißen Atem von Beyoncé. Diese bringt es auf immerhin auch noch 105 Millionen Dollar. Nähme man noch das - rechtschaffen mickrige - Scherflein dazu, das ihr Gatte Jay-Z beiträgt, käme die Familie auf 145 Millionen und hätte Combs locker abgehängt.

Aber: Combs, wer soll das eigentlich sein? Wann hat der schnell nochmal sein jüngstes Album veröffentlicht? Es ist tatsächlich schon ein Weilchen her: 2014. Der Mann verdient sein Geld nämlich längst nicht mehr (nur) mit Musik, sondern vor allem mit seiner Modelinie (wie zum Beispiel auch Beyoncé) und einer Wodka-Marke. Wer so etwas nicht hat und nur davon lebt, dass niemand seinen gnadenlosen Ohrwürmern entkommt, zum Beispiel Ed Sheeran, kommt heutzutage nur ins hintere Mittelfeld, mit 37 Millionen. Da verdient ja sogar Ronaldo mehr!