Zum Hauptinhalt springen

Menschen-und Tierlaut . . .

Von Reinhold Aumaier

Kommentare

Die Woche begann mit Chorgesang. Zuerst platzierte Renate Burtscher die immergrüne Lennon/Beethoven-Kooperation "Because" dort hin, wo sie hingehört: ins Herz des "Pasticcios". Ein Stündlein danach begann Albert Hosp sein "Rhythmus"-Radiokolleg mit dem äußerst präzise gesungenen Worksong eines Chores von Gefangenen, die sich solcherart das Fällen eines Baumes erleichterten - USA 1947. Faszinierend auch die dreimalige Vertonung von Goethes "Erlkönig" - darunter die so präsente von Schubert -, laut Julian Schut-

ting kann man in der Klavierbegleitung die Herzrhythmusstörungen des reitenden Vaters hören. Ähnlich unterhaltsam-belehrend wie dieser 1. Teil einer insgesamt "guten" Stunde über den Beweggrund allen Lebens ging es abends auf Österreich 1 weiter . Ulrike Welzel moderierte staubtrocken und bedächtig - also in g'spassigen Krawallzeiten wie diesen ziemlich exotisch - ihre "Dimensionen" über den Wiedehopf. Er ist ein komischer, vor allem im Islam bedeutsamer Vogel. Seine Waffe ist die Bürzeldrüse . . . daher auch sein Beiname Stinkhahn. Bei uns ist er vor allem im Seewinkel zu Hause. Charakteristisch ist seine Lautgebung: up up oder ut ut! Nicht aber hump oder dump! Ist halt nur ein Vögelchen; äußert sich, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, muss & kann sich nicht herausreden.

Wir kehrten spätabends zur Musik zurück. Der SWF bat zu "Schlagern der wilden 60er". Von der Knef über Ricky Shane und Scott McKenzie reichte der Bogen bis zur mit "Sag mir wo die Blumen sind" immer noch berührenden Dietrich. Verzauberung dann bei "Frag den Abendwind" mit Françoise Hardy. Der ältere Mann wurde wieder zum Teenager . . . und war frisch verliebt ganz Ohr.