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Merkel auf Staatsbesuch in der Mongolei

Von Karl Stiefel

Europaarchiv

Merkel spricht vor mongolischem Parlament.|Wirtschaftsabkommen unterzeichnet.


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Ulan Bator. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel forderte bei der Rede im mongolischen Parlament die endgültige Abschaffung der Todesstrafe. Damit ist sie auf demselben Kurs wie Staatspräsident Tsakhia Elbegdorj, der seit vergangenem Jahr keine Todesurteile mehr vollstrecken lässt. Die Kanzlerin plädiert nun für eine vollkommene Entfernung der Strafe aus der Gesetzgebung, was die Mongolei zu einem Vorreiter im asiatischen Raum machen würde.

Merkel ist der erste deutsche Regierungschef, der die Mongolei besucht. Nun sollen die Wirtschaftsbeziehungen der beiden Länder verbessert werden, denn der Steppenstaat ist sehr reich an Rohstoffen. Bisher gingen die meisten Exporte nach China, Importe stammen größtenteils aus Russland – die einzigen beiden Nachbarländer der Mongolei. Das nun unterzeichnete Rohstoff-Abkommen soll beiden Ländern wirtschaftliche Vorteile bringen. "Wir haben Rohstoffe, Deutschland hat die neueste Technologie und Knowhow",  sagte der mongolische Ministerpräsident Sukhbaatar Barbold. Der geplante Technologietransfer beginnt Anfang Dezember, mehrere deutsche Bergbau-Unternehmen sind daran beteiligt. Zuvor erwarb die deutsche Operta Gruppe zusammen mit dem australischen Unternehmen Macmahon die Abbaurechte an einer bisher unerschlossenen Kohlelagerstätte im Osten der Mongolei.