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Merkwürdige Reaktion

Von Simon Rosner

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Georg Zellhofer war die Enttäuschung anzumerken. Immerhin, er redete sich nicht vor laufender Kamera in Rage, wie er es früher schon des öfteren getan hatte. Aber sprach von Enttäuschung und vom kollektiven Versagen, und davon, "dass es heute besser ist, wenn man gar nichts sagt." Zellhofer erweckt in seinen Reaktionen häufig das Gefühl, dass er Niederlagen persönlich nimmt, so als würden die Spieler ihm zu Fleiß verlieren. Das war auch ein Grund, weshalb er bei Rapid mit einigen Spielern Probleme hatte. Mitleben, mitfiebern schön und gut, aber ein wenig mehr Souveränität nach außen hin würde Zellhofer gut tun. Irgendwann hat die Niederlage ja passieren müssen, und es wird nicht die letzte gewesen sein. Abgesehen davon fehlten auch Spielmacher Acimovic und das Spielglück. Die übertriebenen Reaktionen Zellhofers wirken beinahe schon peinlich. Er muss ja seine Spieler nicht gleich so verteidigen wie weiland Hans Krankl in seiner Teamchef-Ära, als er beim 3:3 in Nordirland das Ergebnis in seiner Wertigkeit noch hinter die Sprintstärke des Herrn Kühbauers stellte.