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"Messe Neu" startet mit Autoshow

Von Helmut Dité

Wirtschaft

Mit einem Publikumsmagneten erster Ordnung startet das "Messezentrum Wien Neu": Vom 15. bis 18. Jänner 2004 wird - parallel zur bereits traditionellen "Ferienmesse" - die erste "Vienna Autoshow" veranstaltet.


Erstmals seit mehr als 10 Jahren bekommt Wien wieder eine Automobilausstellung. Und obwohl man sich bewusst mit Branchenhighlights wie Frankfurt oder Genf nicht messen will und kann: Die Präsentation von fast 300 der aktuellsten Modelle fast aller Marken, darunter zahlreiche Österreich-Premieren, garniert mit Concept und Formel-1-Cars - von Renault und Toyota - sowie eine Schau der Zulieferindustrie sollte einen guten Start für das neue Wiener Messezentrum gewährleisten. 60.000 Besucher hat allein die Ferienmesse im vergangenen Jahr angelockt, mit "80.000 bis 100.000" Besuchern für die kombinierte Veranstaltung in den Hallen A, B, (Ferienmesse) C (Autoshow) und D (Zubehör) hat man sich die Latte nach Meinung von Experten bewusst nicht allzu hoch gelegt.

95% des gesamten österreichischen PKW-Marktes sind auf 15.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche präsent, freut sich Reed-Exhibitions Messe Wien-Marketingchef Matthias Limbeck, der davon überzeugt ist, dass die Wiener auch auf "ihr" neues Messezentrum neugierig sein werden - und die ViennaAutoshow eine regelmäßige Veranstaltung wird.

Österreichs Autobranche hat entgegen dem europäischen Trend heuer wieder deutlich zugelegt. Man rechnet nach mehreren mageren Jahren heuer mit insgesamt 295.000 Neuzulassungen von Pkw und Kombis - gut 6 bis 7% mehr als im Jahr 2002.

Im kommenden Jahr, wenn die Konjunktur europaweit wieder etwas anspringt, sollte die 300.000er-Marke übersprungen werden können, hofft der Vorsitzende des Arbeitskreises der Automobilimporteure Österreichs und Alleingeschäftsführer von BMW Austria, Felix Clary und Aldringen. Die Vienna Autoshow - "lange diskutiert, endlich realisiert" - sollte seiner Meinung nach auch dazu beitragen, der Branche, deren wirtschaftliche Bedeutung (siehe Kasten: Vorgerechnet) oft unterschätzt wird, insgesamt wieder einen positiven Imageschub zu vermitteln. "Zu oft wird das Auto hier zu Lande nur verteufelt - und auch steuerlich diskriminiert". Der BMW X3 als ein komplett n Österreich gebautes Auto wird ebenso ein umlagertes Highlight der Ausstellung werden wie das ebenfalls bei Magna Steyr in Graz gebaute Saab 9-3 Cabriolet. Unter den 28 Österreich-Premieren finden sich auch der Bentley Continental GT des Volkswagen-Konzerns, der neue Supersportwagen "Gallardo" der Audi-Tochter Lamborghini, der Jaguar X-Type Estate-Kombi und der Über-Drüber Höchstleistungssportwagen Mercedes Benz SLR McLaren - dessen auf 3.500 Stück limitierte Auflage beinahe schon wieder ausverkauft ist. Bei Opel steht der neue Astra im Mittelpunkt - ebenfalls erstmals in Österreich zu sehen. Bei Ford feiert der neue Minivan Focus C-Max sein Österreich-Debüt, daneben werden das originale FiestaRallyeConceptCar und ein WRC-Rallye-Simulator für Aufsehen sorgen.

Bis auf Volvo und Mazda werden alle in Österreich vertretenen Automarken präsent sein. In Halle D zeigen Zulieferer alles Drumherum vom Autoradio über Navigationssysteme bis zu Tuning-Kits. Auch sieben Betriebe des "AutomotiveCluster ViennaRegion" werden sich in einem Gemeinschaftsstand präsentieren.