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Miba bald ohne Kleinanleger?

Von Veronika Gasser

Wirtschaft

Die Kapitalanteilsscheine des oberösterreichischen Autozulieferkonzerns Miba sind per Ende Februar 2004 gekündigt worden. Was dann noch bleibt, sind Miba-Vorzugsaktien, die auch bald vom Kurszettel der Börse verschwinden könnten, beklagt der Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger. "Es gibt hartnäckige Gerüchte wonach Miba-Chef Peter Mitterbauer, nachdem er sich demnächst als Präsident der Industriellenvereinigung vom politischen Parkett verabschieden wird, einen Sqeeze-Out plant." Bei diesem Verfahren, welches Mehrheitseigentümern erlaubt, Restbestände von Kleinaktionären per Barabfindung aus dem Unternehmen herauszudrängen, haben die Kleinanleger das Nachsehen.

Rasinger rechnet mit dem scheidenden IV-Präsidenten ab: "Es war schon bisher enttäuschend, dass Mitterbauer nur in seiner IV-Funktion für mehr Corporate Governance plädierte, diese im eigenen Unternehmen aber bis heute ein Fremdwort geblieben ist." Sollte der Squeeze-Out tatsächlich stattfinden, dann hieße dies für Kleinanleger: "Sie haben jahrelang billiges Kapital zur Verfügung gestellt, und werden nun vor die Tür gesetzt."