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Mieter müssen deutlich tiefer ins Börsel greifen

Von Petra Medek

Wirtschaft

"Dramatisch schnell" näherten sich die Mietkosten bei der Sozialbau AG von derzeit rund 90 Schilling pro Quadratmeter der 100-Schilling-Grenze, sagte Sozialbau-Generaldirektor Herbert Ludl am Donnerstag in einer Pressekonferenz.


Damit liege man zwar noch immer deutlich unter den Mietkosten der Mitbewerber, dennoch sei die Zahl der Mietbeihilfebezieher vor allem in Neubauten deutlich gestiegen. Mieten werde durch den Umbau des Beihilfewesens teurer, aber auch bei den Energiekosten sei mit einer Verteuerung zu rechnen, so Ludl. Während die Mieten steigen, gehe die "Ausverkaufsrate" bei der Wohnungsvergabe merkbar zurück, sagte Ludl.

Im vergangenen Jahr sanken die Mieten für Sozialbau-Wohnungen um 4,4%. Dies sei auf die verminderten Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge sowie auf Annuitätengutschriften zurückzuführen. 2000 hat die Sozialbau 42.672 Wohnungen in Verwaltung und 1.717 (1999: 1.856) neue Wohneinheiten in Bau. Das EGT sank von 82,6 Mill. auf 75,2 Mill. Schilling. Verstärkt durchgeführte Sanierungen ließen den Gesamtumsatz um 9% auf 439 Mill. Schilling steigen.

Mieter erhalten Wohnbeihilfe-Schreiben

Um die Mieter über die neugeregelte Wohnbeihilfe zu informieren, erhalten alle 35.000 Kunden der Sozialbau in den nächsten Tagen von der gemeinnützigen Genossenschaft ein Informationsblatt. Ludl schätzt, dass rund 5.000 Sozialbau-Mieter Anspruch auf Beihilfe haben.