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Millionengeschäft: StudiVZ und Co.

Von Christoph Rella

Wissen

Boom bei Online-Portalen hält an. | Wien. Wer sucht, der findet. Heutzutage bietet sich das Internet als praktische Quelle an, um rasch an Informationen zu kommen.


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Zum Beispiel über Menschen. Während man über das herkömmliche "Googeln" nur auf fade Teilnehmerlisten oder öde Homepages stößt, wird der wissenshungrige User spätestens in jenen Online-Portalen fündig, die seit 2003 wie Pilze aus dem Cyberspace geschossen sind. Dazu gehört Seiten wie das "Studierendenverzeichnis" (StudiVZ), "MySpace" oder "Facebook", auf denen sich täglich Millionen von medienbewussten Jugendlichen, Schülern und Universitätszöglingen bereitwillig einloggen, um ihr persönliches "Profil" nach Gutdünken zu erneuern, Inhalte zu erweitern oder Nachrichten auszutauschen. Dabei werden offen Fotos, Geburtsdaten, Vorhaben oder auch Angaben über die politische Gesinnung gepostet - nichts ist Pflicht, alles erlaubt.

Besonders beliebt: Die Suche nach "Freunden", also Nutzern des gleichen Systems, die man per Mausklick ein- und ausladen kann. Aber auch Anliegen werden transportiert: Über Gruppen, also (oft spaßige) Interessenverbände.

Die Schöpfer solcher Portale verdienen mit Werbeeinschaltungen kräftig mit. Was die Betreiber sonst mit den Daten anstellen, bleibt unklar - ruht vergraben in den Nutzungsbedingungen, die kaum jemand liest.

Im Internet unter:

www.myspace.com (Gegründet 2003, 235 Millionen Mitglieder)

www.facebook.com (Gegründet 2004, 100 Millionen Mitglieder)

www.studivz.net (Gegründet 2005, 10 Millionen Mitglieder)