Zum Hauptinhalt springen

Mit Kuschelkurs gegen die Eiszeit

Von Tamara Arthofer

Kommentare
Tamara Arthofer
Tamara Arthofer ist Sport-Ressortleiterin.

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 9 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Woran merkt der Österreicher, dass Sommer ist? Unter anderem daran, dass über den Winter geredet wird. Skistars geben ihre Rücktritte und Ausrüsterwechsel bekannt, oder sie sorgen anderweitig für Schlagzeilen. Zuletzt beschäftigte uns neben den Karriereenden von Marlies Schild, Nicole Hosp und Andrea Fischbacher der Streit zwischen Anna Fenninger und dem ÖSV. Doch der ist offenbar ausgeräumt, nach einem Gespräch zwischen den beteiligten Parteien (in Abwesenheit von Präsident Peter Schröcksnadel übrigens, der sich derweil das Handball-EM-Qualifikationsspiel Österreichs gegen Spanien ansah), fährt man wieder auf Kuschelkurs: Das Treffen habe "wesentliche Ergebnisse" gebracht, "die den Weg für eine erfolgreiche sportliche Zukunft von Anna Fenninger bereiten", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. "Missverständnisse und Kommunikationsprobleme konnten erfolgreich aus der Welt geschafft werden. Anna Fenninger ist und bleibt ein wichtiger Teil der ÖSV-Familie und bekommt wie bisher optimale Trainingsbedingungen zur Verfügung gestellt." Sprich: Fenninger fährt weiter, und zwar weiter für den ÖSV, in der Frage nach einer erweiterten physiotherapeutischen Betreuung einigte man sich, die Kosten gemeinsam zu tragen, in jener nach einem Kopfsponsor gab es eine einvernehmliche Lösung, die man "zum gegebenen Zeitpunkt" verkünden werde. Gut so, durch’s Reden kommen die Leut’ zam. Der ÖSV, der durch die öffentlich gewordene Kritik seines Stars unter Beschuss geraten ist, hat die Kurve gekratzt, Fenninger ist offenbar zufrieden, die Sportfanseele beruhigt. Und sie kann nun sich - bis zum nächsten Rücktritt - anderen Themen zuwenden. Denn wenn man den sportlichen Sommer an einem nicht spürt, dann am Sommerloch.