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Mit Niedlichkeit zur Weltherrschaft

Von Judith Belfkih

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Die vordergründig ach so herzigen Hauskatzen nutzen ihr weltweit beinahe lückenloses Netz, um gezielt die Weltherrschaft zu übernehmen. Pro zehn Katzen ein menschlicher Sklave, lautet die klare Zielvorgabe. Um diese zu erreichen, also die Weltbevölkerung zu reduzieren haben sie subtil, aber effizient die Medienlandschaft unterlaufen. Durch ihre alles durchdringende wie omnipräsente Niedlichkeit legen sie es darauf an, die Fortpflanzungslust des Menschen nachhaltig zu unterbinden.

Es geht nichts über eine reichlich ausgeschmückte Verschwörungstheorie. Von der Mondlandung über Außerirdische bis zu fingierten Terroranschlägen und großflächigen Experimenten der Parmaindustrie - die teils abstrusen vermeintlichen Sinnzusammenhänge sind allgegenwärtig und erfahren im Social-Media-Zeitalter eine digitale Renaissance. Meist verlaufen sie nach demselben Muster. Eine Gruppe von Verschwörern (Zahnärzte, Clowns, Schlagerstars oder eben Katzen) verfolgen sein Ziel (Weltherrschaft, Bereicherung, Dritter Weltkrieg) mit einer bestimmten Methode (Medienmanipulation, Demokratieunterwanderung) für die es klare Beweise gibt (geheime Studie, historische Beispiele, offizielles Schweigen).

Die eigene, ganz persönliche Lieblingsverschwörungstheorie lässt sich nach diesem Stickmuster auf www.dieweltherrschaft.net individuell erstellen.

Die Verschwörung der gemeinen Hauskatzen drohte übrigens bereits mehrmals aufzufliegen, prominente Protagonisten wie "Socks" Clinton verschwanden auf mysteriöse Weise. Experten sind sich einig: Das Ende ist nahe.