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Mit Optimismus in die Zukunft

Von Rosa Eder

Politik

Die Österreicherinnen und Österreicher sind weniger pessimistisch und skeptisch als ihnen oft nachgesagt wird. Beim Blick in die Kristallkugel bietet sich den meisten ein farbiges Bild. Das ergab | eine Umfrage, die das Fessel-GfK-Institut im Auftrag der zur BARC-Gruppe (in Zukunft UNIQA) gehörenden Bundesländer-Versicherung und der Austria-Collegialität durchgeführt hat.


Die Hauptergebnisse der umfangreichen UNIQA-Zukunftsstudie, in die alle österreichischen Haushalte einbezogen wurden, stellten gestern, Donnerstag, Fessel-GfK-Leiter Rudolf Bretschneider und BARC-

Generaldirektor Herbert Schimetschek der Öffentlichkeit vor.

Sorge um die Kinder

Im Großen und Ganzen macht die Zukunft den Österreicherinnen und Österreichern nur selten Angst, wenn es allerdings um die Zukunft der Kinder geht, nimmt die Zahl der Skeptiker deutlich zu. Die

heutige Eltern-Generation sei noch überzeugt davon gewesen, dass es ihr Nachwuchs einmal besser haben werde als sie selber, so Bretschneider. Von den heute 19-jährigen hingegen sehen 52 Prozent die

Zukunft ihrer Kinder eher pessimistisch.

Obwohl sich 87 Prozent der Befragten oft oder zumindest manchmal Gedanken über die Zukunft machen, erachten 72 Prozent die Gegenwart allgemein als "die beste Zeit". Konkret auf das eigene Leben

bezogen, ist wiederum für die Mehrheit (56 Prozent) die Gegenwart der bevorzugte Lebensabschnitt. Fast die Hälfte der Befragten glaubt allerdings von "den Anderen", dass sie die Vergangenheit

präferieren. Aufgeteilt nach Altersgruppen träumen naturgemäß die "Jungen" öfter von der Zukunft als die älteren Bevölkerungsschichten. Rein gefühlsmäßig beginnt für 41 Prozent der Befragten übrigens

die Zukunft "morgen", 17 Prozent gaben "nächste Woche" als Antwort.

Die schönsten Lebensjahre liegen laut Studie in der Lebensmitte, d. h. zwischen 20 und 40, und keineswegs, wie man annehmen könnte, in der Kindheit und in der Zeit des Erwachsenwerdens.

Sehr hoch ist der Stellenwert der Familie. Befragt nach den Wünschen für die persönliche Zukunft, gaben jeweils 83 Prozent an, "eine Familie haben, die zu mir hält", und "mich ganz einfach wohlfühlen

zu können", sei ihnen sehr wichtig.

Mit ihrem derzeitigen Leben ist der Großteil der Bevölkerung zufrieden. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Wünschen. Dabei steht die Gesundheit auf der Liste ganz oben: 61% der Befragten wollen

auch im hohen Alter fit bleiben. Für 34% bzw. 30% ist auch wichtig, dass in Zukunft die Finanzen bzw. die berufliche Situation stimmen.

Mehr als ein Drittel der Über-50-jährigen meint, es im Leben bereits zu Wohlstand und Reichtum gebracht zu haben.

Österreicher bekennen Farbe

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die persönliche Zukunft ist bunt. 25% stellen sich so die Zukunft vor, 22% nennen blau, 21% grün als passende Farbe. Nur 2% sind "Schwarzseher". Über 80% glauben,

ihre Zukunft weitgehend selbst bestimmen zu können, insbesondere die jüngere Generation. Über 80% der Jugendlichen gaben zudem als Ziel an, eine eigene Familie gründen zu wollen.

BARC-Chef Schimetschek sieht die Ergebnisse der Studie als Anlass, um entsprechende Versicherungskonzepte bzw. -produkte "mit einem umfassenderen Charakter" zu entwickeln. Zuvor wird es jedoch die

Studie für alle Interessierten in Buchform geben.

Bretschneider erläuterte zur Methodik der UNIQA-Zukunftsstudie, eine unerwartet hohe Anzahl von rund 65.000 Haushalten hätten den ihnen zugesandten Fragebogen ausgefüllt zurückgesendet. Parallel dazu

wurde eine Zusatzbefragung in 2.000 Haushalten durchgeführt, die annähernd deckungsgleiche Ergebnisse mit denen der Fragebögen gezeigt habe.