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Mit Prinzessin Leia im Kummerkasten

Von Judith Belfkih

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Auf der Leinwand die vielfach bewunderte Rebellen-Prinzessin, im echten Leben nun Kummerkasten-Tante: Die durch ihre Rolle in den ersten "Star Wars"-Filmen bekannt gewordene US-Schauspielerin Carrie Fisher hat eine Ratgeber-Kolumne in der britischen Tageszeitung "The Guardian" übernommen. In ihrem ersten Beitrag versprach die 59-Jährige am Wochenende, auf der Grundlage eines "Lebens voller Tiefschläge und Unfälle" Rat zu geben. In den vergangenen Jahren hatte sie sich immerhin zu Medikamenten- und Kokainsucht bekannt. Fisher ist nicht die erste Prominente, die der "Guardian" für seine Ratgeber-Rubrik verpflichtet, auch die kanadische Sängerin Alanis Morissette gastierte hier bereits.

Die heimische Prominenz soll sich auch schon auf etwaige Anfragen von Tageszeitungen vorbereiten. Themenblogs- und Kolumnen sind im Entstehen, nur für den Fall. Höchst geheim allerdings. Und ebenso spektakulär wie spekulativ.

Die breiteste Palette hat Ex-Staatsopern-Chef Ioan Holender in der Lade: Von Tennis-Tipps über Mode-Ratschläge bis zur richtigen Solariums-Dosierung reicht das Spektrum. Rainhard Fendrich hingegen könnte über diverse aufhellende Substanzen schreiben - nicht nur mental, nicht jeder wird schließlich so blond geboren. Christoph Waltz könnte davon berichten, wie man es schafft, sich beruflich möglichst unsympathisch zu präsentieren, um viel Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn man mit Liebsein nicht weiterkommt. Dagmar Koller könnte reifen Damen erläutern, wie eine junge Liebe jung hält. Was uns bisher alles vorenthalten blieb!