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Möbelhaus Ikea baut auf Betten

Von Christine Zeiner

Wirtschaft

Urs Meier, Ikea-Österreich-Geschäftsführer, präsentierte das Ergebnis des ablaufenden Geschäftsjahres im Pyjama. Er hatte aber keinen Grund, sich unter der Decke zu verstecken: Ikea-Österreich verbuchte nach der Stagnation im vergangenen Jahr 2003/04 ein Umsatzplus von 16,6% (flächenbereinigt um den neuen Standort in Salzburg plus 6,6%) auf 407 Mio. Euro -


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Meier hatte sich "in Schale" geworfen, um die zentrale Ikea-Botschaft der Pressekonferenz zu transportieren: Der Schwerpunkt für das kommende Jahr lautet "Betten". Ikea will u.a. mit der Forcierung dieses Bereichs den Umsatz für 2004/05 auf 444 Mio. Euro steigern.

Hilfreich wäre dabei auch - nach Ansicht Meiers - die Möglichkeit, am Sonntag geöffnet zu haben. "Ich plädiere nach wie vor für den offenen Sonntag", meinte er und fügte hinzu: "Illegal werden wir aber nicht aufsperren." Laut eigenen Untersuchungen würden 66% der Ikea-Besucherinnen und Besucher gern am Sonntag einkaufen.

Das Umsatzwachstum des ablaufenden Geschäftsjahres sei "maßgeblich" mit den längeren Öffnungszeiten am Donnerstag und Freitag in der Shopping City Süd "in Verbindung zu bringen". Die Käuferinnen und Käufer waren in erster Linie jüngere Doppelverdiener ohne Kinder. "Es schmerzt mich körperlich, dass es nicht in allen Bundesländern Abendöffnungszeiten gibt", erklärte Meier.

Möbelbranche kämpft, Ikea zeigt sich optimistisch

In der Möbelbranche sei der Umsatz im vergangenen Jahr um 1,3% zurückgegangen. Die Zahl der Möbelhäuser und Geschäfte in Österreich ist 2003 um 6,2% auf 2.610 gesunken. Die RegioPlan Consulting erwartet eine Belebung des Möbelmarktes für Ende 2004 bzw. im Laufe des kommenden Jahres.

Ikea plant, im kommenden Jahr einen neuen Standort in Wien (Auhof) zu eröffnen. Im Mai 2005 soll der Standort Haid erneuert sein. 70 zusätzliche Mitarbeiter würden für die Verkaufsfläche von 18.500 Quadratmetern benötigt werden, sagte Meier. Ikea Österreich beschäftigt insgesamt 2.100 Mitarbeiter. "Seit ich in Österreich bin, haben wir keinen einzigen Arbeitsplatz abgebaut - im Gegenteil", meinte Meier.