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Modelsuche oder Krimi?

Von Verena Franke

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Die erste Staffel war wenigstens eine Neuheit, die zweite nur mehr zum Gähnen. Und die dritte? Die verspricht wirklich amüsant zu werden, wenn man Zickenalarm als Unterhaltung versteht. Bei "Austrias next Topmodel" - seit Donnerstag wieder um 20.15 Uhr auf Puls 4 zu sehen - stehen verbale Hickhacks selbstredend auf dem Sendungsplan. Doch vermutet man solches eher unter den Kandidatinnen. Falsch vermutet. Die Jury hat es diesmal in sich.


Unter dem Motto "Wer ist die Schönste im ganzen Land?" sucht das deutsche Model Lena Gercke mit dem sensiblen Austro-Designer Atil Kutoglu und der äußerst toughen Catwalk-Trainerin Elvyra Geyer nach Österreichs ästhetischem Aushängeschild 2011. Dass sich dabei auch deutsche Schönheiten bewerben, ist einerlei, denn immerhin war Deutschlands Schönste im Vorjahr die Oberösterreicherin Alisar Ailabouni. Sie musste sich gegen rund 23.200 Bewerberinnen durchsetzen, das diesjährige Topmodel auf Puls 4 nur gegen 4500. Und gegen Elvyra Geyer. "So wie du aussiehst, also das geht gar nicht", "wir suchen keine Moppels sondern Models", "sie ist kein Modeltyp sondern eher was für Playboy" und "in Kärnten rennen die Mädels rhinozerosmäßig über den Catwalk" sind nur ein kleiner Auszug aus ihrem Repertoire der belustigenden Bösartigkeiten, die ihr Jury-Kollege Kutoglu gar nicht gutheißt: "Elvyra erschreckt mit ihren harten Kommentaren die jungen Mädchen." Elvyra: "Ich bin nur ehrlich." Und als eine Anwärterin ihre Jagdleidenschaft offenbarte, meinte Kutoglu - natürlich nicht im Ernst, aber dennoch glaubhaft -, er wolle seine Jury-Kollegin erschießen. Herrlich! Vielleicht wird aus der Modelsuche noch ein Krimi?