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Modewort "Burnout"

Von Hans-Paul Nosko

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Manche wissenschaftlichen Begriffe werden zu Modewörtern, die oft absichtsvoll eingesetzt werden. In den Siebziger Jahren war jeder "im Stress", der einer drohenden Arbeit ausweichen wollte.


Heute heißt die Steigerung: "Ich hab ein Burnout". Dass dieses Ausgebrannt-Sein tatsächlich auftritt und eine bitterernste Angelegenheit ist, wird durch die inflationäre Verwendung des Begriffs oft übersehen.

In einem umfassend recherchierten Beitrag zeigte das "Journal-Panorama" Donnerstagabend auf, worin ein echtes Burnout besteht: Am Morgen nicht mehr aufstehen, den Kontakt mit anderen zurückschrauben, den Arbeitsplatz abrupt verlassen. Die Gründe liegen in Überlastung, schwindender Identifikation mit der eigenen Tätigkeit, mangelnden Erfolgserlebnissen. Die Folgen reichen bis zum Gang in die Invaliditätspension.