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Moral und Meinungsfreiheit

Von Josef Med (Bürgerjournalist)

Gastkommentare

Meinungsfreiheit ist das Fundament jeder Demokratie. Ohne diese fehlt ein wesentlicher Teil der gesellschaftlichen Information. Die Freiheit der Rede, Freiheit von Autoren, Freiheit der Presse und Freiheit der Kunst sind unabdingbar.

Ebenso unabdingbar ist aber auch gesellschaftliche Toleranz und Verständnis. Die Meinungsfreiheit muß mit dem Verstand der Toleranz im Zusammenleben ausgeübt werden, sonst ist dies keine Freiheit mehr, da Sie andere einschränkt oder angreift, somit auch eine Form der Diktatur ist.

In Jahrtausenden haben wir für dieses Verstehen der Toleranz
das Wort Moral geprägt, auch wenn dieser Begriff oft mißbraucht
wurde.

Ich mag Kabarett, oftmals ein Zerrspiegel der Gesellschaft, und auch eine Kritik an der Gesellschaft. Ich mag den Film "Das Leben des Brian" (Monty Python, 1979). Hier wird die christliche als auch
die jüdische Religionsgeschichte in einer Satire dargestellt. ABER - ohne direkten Angriff oder Beleidigung der Glaubensgemeinschaft. Das nennt man Fingerspitzengefühl.

Die heutigen Medien (TV, Film, Presse, Kunst u.a.m.) bedienen sich des Frontalangriffs, da Sie nur mehr in dieser Art auffallen können und Marktanteile gewinnen können. Dies gilt leider auch in ALLEN Bereichen, folglich auch für politische Manipulateure, mit oder ohne
vorgegebenen Religionshintergrund.

Kampfspiele sind ein Marktrenner, auch physisch als Trainingscamp für "Manager". Das Ergebnis sehen wir in der Wirtschaft, in der Menschen keinen Stellenwert mehr haben.

Das Töten auch nur EINES Menschen ist ein Verbrechen. Das Verhetzen zum Töten, zur Unterdrückung der Gesellschaft und
deren innergesellschaftlichen Toleranz ebenso.

So lange wir den Bruch des gesellschaftlichen Akzeptanzrahmens mit Geld und Erfolg belohnen, werden wir die Resultate, wie in Frankreich und anderswo, zu spüren bekommen.

Ing. Josef Med, Wien