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Museumslandschaft trägt seine Handschrift

Von Erhard Busek

Politik

Die Politik von heute konzentriert sich in ihrer Wahrnehmung auf jene, die sichtbar sind oder sich selbst sichtbar machen. Zu jeder Zeit ist das eine Verkennung, denn es gibt viele, die an verantwortlichen Stellen, ohne Öffentlichkeit, im Hintergrund und ausdauernd große Leistungen vollbringen. Einer von Ihnen ist am 26. Juni von uns gegangen.

Dr. Peter Mahringer, Sektionschef am Minoritenplatz, seit 1989 Kabinettschef der Minister Geher und Busek. Kabinettschef des Vizebürgermeister Busek von 1978 bis 1987, Mitarbeiter der Bundes- und Landesparteileitung der ÖVP in der Kärntnerstraße und Falkestraße, ist knapp vor seinem 60. Geburtstag von uns gegangen. Was Freunde an ihm verloren haben wissen sie. Was Österreich von ihm hatte, sei kurz in Erinnerung gerufen. Er war ein wesentlicher Mitgestalter von "Pro Wien" - Jörg Mauthe hat ihm in seinem letzten Buch "Demnächst" ein Denkmal gesetzt -, Gestalter einer modernen Stadtpolitik jenseits von engstirnigem parteipolitischem Denken, Mitarbeiter an zwei Universitätsreformen, der Schaffung von Fachhochschulen, der Intensivierung der Forschungspolitik und vor allem an einer neuen Museumslandschaft, die bleibend seine Handschrift trägt. Unermüdlich war er Jahrzehnte in Mittel- und Südosteuropa unterwegs und hat viel dazu beigetragen, dass Österreich im Transformationsprozess dieser Länder einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Sein Vater war Anton Mahringer, ein bedeutender Künstler aus dem "Nötscher Kreis", dessen Werk er mit Hingabe und Liebe betreute. Dass er stets für andere da war, rundet das Bild einer Persönlichkeit ab, die für viele unvergesslich bleibt. Neben einem steten Andenken und der Sorge um seine Frau und seine beiden Söhne, schulden wir einem überzeugten Österreicher tiefen Respekt. Wenn er an seinem 60. Geburtstag am 2. Juli bestattet wird, sind viele im Geiste mit ihm.