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Musik -alt und älter

Von István Orbán

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Für die Liebhaber von E-Musik ist in Ö1 fast jeden Tag etwas zu holen. Für die Liebhaber von alter Musik innerhalb der "E"-Familie ist aber wahrscheinlich der Diens- ein Tag besonderer Freude, steht da doch "Alte Musik - Neu interpretiert" auf dem Ö1-Abendprogramm.

Wieder einmal war die Live-Sendung aus dem ORF-Kultur-Café dran; Bernhard Trebuch servierte Köstlichkeiten, von einem Konzert für vier Violinen, Streicher und Baroque Choire von einem holländischen Adeligen namens Willen van Wassenaar (schon jemals von ihm gehört?) bis zu Bachs Italienischem Konzert in Form eines Violinkonzerts.

Dazwischen gab es ein Telefonat mit Ton Koopmann samt Gratulation zu seinem 60. Geburtstag und der Frage nach seinem Geburtstagswunsch: Die Einspielung aller Werke von Dietrich Buxtehude (ergäbe etwa 30 CDs). Wäre schön! Für dieses tolle Unternehmen werden noch Sponsoren gesucht.

Später kam "Zeit-Ton", für die Neutöner unter den E-Hörern. Die enttäuscht gewesen sein könnten. Auf dem Programm stand nämlich ein Porträt von Franz X. Frenzel alias Friedemann Katt (Jg. 1945), der "zwischen Neobarock und Konzeptkunst . . . im 21. Jh. Musik des 18. Jahrhunderts schreibt" (Zitat Ö1-Homepage). - Na ja. Mir klang's ein wenig verstaubt; und löste Erinnerungen an meinen gymnasialen Musiklehrer Heinz Kratochwil aus, der für uns eine relativ klassisch-harmonische "Hänsel und Gretel"-Oper komponiert hatte. Nur klang die moderner. Das war etwa 1958.