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Muslimbrüder stellen Forderungen an Militär

Von WZ Online

Politik

Kairo. Die Muslimbruderschaft hat eine Reihe von Forderungen an den Militärrat gestellt, der in Ägypten nach dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak die Macht übernommen hatte.


Die Islamisten-Organisation erklärte am Mittwoch, die von dem Rat veranlasste Auflösung des Parlaments und die Einsetzung eines Komitees für die Reform der Verfassung seien ebenso begrüßenswert wie der Plan, den Entwurf für eine neue Verfassung dem Volk zur Abstimmung vorzulegen. Jetzt müssten aber weitere Reformschritte folgen: Die Freilassung aller politischen Gefangenen, eine Kabinettsumbildung und die Entlassung aller Mitarbeiter der Staatssicherheit, die an Folterungen beteiligt gewesen seien. Außerdem müsse der seit 1981 geltende Ausnahmezustand beendet werden.

Die Muslimbruderschaft, die unter Mubarak verboten war, aber geduldet wurde, tritt für eine "Islamisierung" des ägyptischen Staates ein. Sie distanziert sich gleichzeitig vom Terrorismus im Namen der Religion. (APA/dpa)

Dossier: Umbruch in Ägypten