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Musterbeispiel für Uminterpretation

Von Peter Bochskanl

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"Eine Werbeveranstaltung für die Große Koalition": So beurteilte der TV-Moderator Günther Jauch danach überaus treffend das sonntägige TV-"Duell" Merkel-Steinmeier im ARD. Eigentlich wars ein Unentschieden. Enttäuschend zwar, weil kein klares Bild der politischen Ziele der beiden vermittelt wurde. Dennoch gelang es der von Anne Will geleiteten Diskussion, auch mit Einspielung von Blitzumfragen und von Journalistenbewertungen, die veröffentlichte Meinung ein wenig gegen Merkel zu drehen. Als Draufgabe gabs dann in den "Tagesthemen" noch das Umfrageergebnis, dass die Direktwahlergebnisse für Merkel gesunken und für Steinmeier gestiegen seien.

Alles ganz objektiv? Oder ein Musterbeispiel dafür, was mehrheitlich nicht so Merkel-freundliche Journalistenmeinung aus den nüchternen Fakten machen kann?