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Nach Euro nun Plastik-Euro

Von Franz Steinbauer

Wirtschaft

+++ V-Pay von Visa statt Bankomatkarte. | Erhöhte Sicherheit durch Pin-Code.


Wien. Visa nützt die neuen Regeln zum einheitlichen Euro-Zahlungsraum, um die neue Plastikkarte V-Pay auf den Markt zu bringen und die Sicherheitsstandards zu erhöhen. Die EU-Regeln sehen vor, dass der Konsument in Zukunft im Inland und im EU-Ausland ein einheitliches Agio (Aufgeld) bezahlt. Nun plant Visa, mit dem neuen Produkt V-Pay in Konkurrenz zu der Maestro-, also Bankmatkarte des Mitbewerbers Mastercard zu treten. V-Pay lässt wie eine Bankomatkarte einen direkten Zugriff auf das persönliche Konto zu. Die neue Karte soll 2007 starten, sagte Visa Austria-Chef Helmut Nahlik am Mittwoch in Wien.

Neuer EMV-Standard

Unabhängig von V-Pay führt Visa aber schon jetzt den neuen Sicherheitsstandard EMV (eine Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben von Europay, Mastercard und Visa) ein. Bei EMV wird die bisher notwendige Unterschrift bei der Kreditkarte durch einen in die Karte integrierten Chip und einen Pin-Code ersetzt.

Visa Europa blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Tochterfirma von Visa International hat die Schwelle von einer Billion Euro Gesamtumsatz mühelos übersprungen. Von jedem Euro, den die Konsumenten in Europa ausgeben, werden zehn Cent über eine Visa-Karte abgerechnet. Die Österreicher gaben durchschnittlich im vorigen Jahr über 2700 Euro mit der Visakarte aus, so Nahlik.