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Nachholbedarf bei Osteuropa-Wissen

Von Alice Zettl

Europaarchiv

Studie: Erfahrungen nutzbar machen. | Wien. (az) "Die Pionierphase der Ostexpansion ist vorbei und die Konkurrenz nimmt zu. Die Unternehmen sollten sich überlegen, wo es Wissen gibt und wie man es vernetzen kann", analysiert Richard Pircher. Gemeinsam mit Stephan Berchtold untersuchte er für die Donauuniversität Krems den "Wissenstransfer österreichischer Unternehmen in Osteuropa-Projekten."


Am Montag wurde die Studie präsentiert: Wissen über juristische und kulturelle Rahmenbedingungen, den Ausbildungsstand der Mitarbeiter oder die Situation auf den Märkten sind von zentraler Bedeutung. Jedoch würden die bereits gesammelten Erfahrungen meist nicht aufgearbeitet werden.

Auch Vertreter von Unternehmen mit Osteuropaprojekten sehen hier Nachholbedarf. Besonders der Wissenstransfer vom Osten in die Zentrale müsse verbessert werden. Um den Informationsfluss zu optimieren, hat sich in vielen Unternehmen Englisch als Konzernsprache etabliert. Eine Fremdsprache für die interne Kommunikation zu verwenden, zeuge auch von gegenseitigem Respekt, war man sich einig. "Das ist auch eine Frage der Unternehmenskultur", so Friedrich Kaltenböck von den Bramac Dachsystemen.