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Nahrungsmittelindustrie unter Druck des Handels

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

"Die heimische Lebensmittelindustrie hat ein weiteres schwieriges Jahr hinter sich", resümierte am Dienstag Michael Blass, Geschäftsführer des Fachverbandes der Nahrungs- und Genussmittelindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich.


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Die Zukunft sehe er "verhalten optimistisch". Nach wie vor problematisch sei für die Branche die zunehmende Konzentration im heimischen Handel. Der Preiskampf führe zu einem permanenten Druck auf die Erzeugerpreise. Negativ ausgewirkt hätten sich auch die Lebensmittelskandale (BSE, Hormone) und die kostenintensiven Auflagen beim Export von landwirtschaftlichen Verarbeitungserzeugnissen in Drittstaaten. Chancen für die Lebensmittelindustrie sieht Blass durch ein weiteres Exportpotential, insbesondere von Getränken und Süßwaren in die mittel- und osteuropäischen Länder. Positiv auswirken würde sich das verstärkte Bewusstsein der Konsumenten für Lebensmittelsicherheit und österreichische Qualitätsprodukte.

Im Agraraußenhandel stiegen die Exporte im vorigen Jahr von 42,7 Mrd. auf 47,1 Mrd. Schilling. Dadurch wurde das traditionelle Defizit der österreichischen Agraraußenhandelsbilanz im Jahr 2000 um 10,9% auf 15,9 Mrd. Schilling reduziert. Besonders erfolgreich waren auf den internationalen Märkten Verarbeitungserzeugnisse mit einem hohen Wertschöpfungsgrad, also zum Beispiel Fruchtjoghurt und Energy-Drinks.