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Nationalbank mit zweitbestem Ergebnis

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat 1998 das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt. In der Gewinn- und Verlustrechnung der Notenbank wird ein Geschäftliches Ergebnis in Höhe von | 19,2 (nach 21,2) Mrd. Schilling ausgewiesen. An den Bund werden 16,8 Mrd. Schilling abgeführt.


Diese Summe setzt sich aus einer Dividende von 10,3 Mrd. Schilling und der Körperschaftsteuer von 6,5 Mrd. Schilling zusammen, berichtete OeNB-Präsident Adolf Wala gestern, Donnerstag,

anläßlich der Generalversammlung.

Ein wesentlicher Teil des verbleibenden Gewinnes, nämlich 820 Mill. Schilling, kommen in den Jubiläumsfonds der OeNB. 700 Mill. Schilling davon stellt die OeNB zur Förderung wirtschaftsnaher

Forschungsprojekte zur Verfügung. Die restlichen 305 Mill. Schilling werden der freien Reserve zugeführt.

Die OeNB betrachte die Diskussion über die Übertragung der Bankenaufsicht vom Finanzministerium an die Nationalbank als "Qualitätsbeweis der OeNB", sagte Gouverneur Klaus Liebscher. Das Direkto

rium sei bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Der entsprechende Gesetzentwurf sei akzeptabel, wenn auch in Einzelpunkten zu präzisieren. Liebscher ist auch dafür, die Bankenaufsicht in der

Euro-Zone auf nationaler Ebene zu belassen und nicht bei der EZB anzusiedeln.

Wie berichtet ist es 1998 zu wesentlichen Änderungen in der Geschäftsführung der Nationalbank gekommen. Dem Direktorium gehören neben Gouverneur Klaus Liebscher, der auch Mitglied des EZB-Rates ist,

Gertrude Tumpel-Gugerell (Vize-Gouverneurin) sowie die Direktoren Wolfgang Duchatczek und Peter Zöllner an. Das Präsidium wurde auf zwei Mitglieder - Adolf Wala und Herbert Schimetschek

(Vizepräsident) verkleinert. Die Generalversammlung der OeNB hat gestern einstimmig Ottakringer-Generaldirektor Engelbert Wenckheim für eine Funktionsperiode von fünf Jahren zum Mitglied des

Generalrates gewählt. Er folgt Norbert Beinkofer nach, dessen Mandat abgelaufen ist. Die Nationalbank beschäftigte im Vorjahr rund 1.050 Mitarbeiter.ede