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Naturkost-Fachhandel erzielte Umsatzrekord

Von Hans Polyak

Wirtschaft

Einen erfreulichen Umsatzrekord erzielte der Naturkost-Fachhandel im heurigen Jahr. "Erstmals konnte die Schilling-Milliardengrenze erreicht werden. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von immerhin 30 Prozent", berichtet Ralph Liebing, Geschäftsführer des VNÖ (Dachverband des österreichischen NaturkostFachhandels).


Er unterstreicht dabei die gute Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben. "Viele davon wären heute gar nicht mehr am Leben, wenn es diese Bioprodukte nicht geben würde", ergänzt Ernst Halbmayr von den "Hoflieferanten", einer Gruppe von Biobauern, die mit ihren Produkten in den letzten Jahren nicht nur einen Aufschwung erlebten, sondern auch einige neue Arbeitsplätze schufen. Trotz dieses Bio-Booms hat diese Branche noch immer Schwierigkeiten, interessierte Investoren zu finden. "Das wäre sehr wichtig, um neue Verkaufsflächen zu schaffen", so Liebing.

Die Eröffnung der bis zum 24. Dezember andauernden Aktionswochen sollen einer breiten Öffentlichkeit zeigen, wie groß die Palette der Bioprodukte ist. "Bioprodukte haben immer schon eine Rolle gespielt, wurden kurzfristig von den Supermärkten in den Hintergrund gedrängt, erleben derzeit jedoch erfreulicherweise einen zweiten Frühling", betont Alois Posch vom Landwirtschaftsministerium. Ein Aufschwung, der zum Großteil dem BSE - und dem Schweinemastskandal, die beim Konsumenten Verunsicherung auslösten, zuzuschreiben ist.

Diese Akzeptanz seitens der Bevölkerung bewirkte die Entwicklung neuer Programme auf dem Bio-Sektor. "Bioprodukte haben heuer die größte gesellschaftliche Zustimmung erlangt. Ökologische Qualität und Gesundheit stehen für den Konsumenten im Vordergrund", betont Josef Amerstorfer von der Interessensvertretung für Bio-Anbau. Das Biogeschäft müsse auch transparent sein. "Damit es keinen Bioschmäh gibt, dürfen nur jene Läden und Märkte unser Logo tragen, die sich einer regelmäßigen Kontrolle unterziehen", verrät Liebing.