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Netter Nachbar

Von Werner Grotte

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Er suchte sich seine Opfer wahllos auf einsamen Parkplätzen, schoss ihnen ins Gesicht, nahm sich ihr Auto, fuhr damit zur nächsten Bank, zertrümmerte dort den Schalter mit einem Vorschlaghammer, raffte alles verfügbare Geld an sich - und fuhr heim zur Familie. Der "Hammermörder" versetzte Deutschland Mitte der 1980er Jahre über viele Monate in Angst und Schrecken - denn hinter dem Monster steckte ein Polizist, der den Fahndern immer einen Schritt voraus war.

Grund für seine Untaten: Schulden durch Hausbau und zu aufwendiger Lebensstil. In die Enge getrieben, schoss er schließlich auch seiner Frau, den beiden Kindern und zuletzt sich selbst ins Gesicht. 3sat portraitierte den gruseligen Fall in seiner Serie "Große Kriminalfälle" am Dienstag Abend. Auf den Fotos sah der Mann, sein Heim, seine Familie aus wie die netten Nachbarn von nebenan. Und das macht irgendwie Angst.