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Neubeginn gelungen

Von Michael Schmölzer

Politik

Belgrad - Für Bundeskanzler Wolfgang Schüssel war es ein Anlass, in alten Erinnerungen zu schwelgen: Im Jahr 1989, hätte ihn "als ganz jungen Wirtschaftsminister", seine erste Auslandsreise nach Belgrad geführt. Heute, 2001, sei "die Zeit reif, die bilateralen Beziehungen auf eine neue Grundlage zu stellen", so der Bundeskanzler, der Freitag in Begleitung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser und einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation Jugoslawien eine eintägige Visite abstattete. Auf dem Programm standen Treffen mit Spitzenvertretern der jugoslawischen und serbischen Führung, darunter Gespräche mit dem serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic und Staatspräsident Vojislaw Kostunica. In einem Memorandum stellte Österreich Jugoslawien eine Summe von rund 100 Millionen Schilling für soziale und wirtschaftliche Zwecke zur Verfügung. Das Geld soll bedürftigen Menschen, aber auch Kleinbetrieben, dem Umweltschutz und Weiterbildungsmaßnahmen zugute kommen. Schüssel sicherte die volle Unterstützung Wiens für die Bemühungen Belgrads um Schuldennachlass zu. Jugoslawien versucht derzeit, die dem Pariser Klub geschuldeten 4,6 Milliarden Schilling zu zwei Drittel erlassen zu bekommen, um den Reformkurs fortsetzen zu können.