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Neue Ära startet beim Bankomaten

Von Rosa Eder

Europaarchiv

In wenigen Tagen bekommen die Euro- und Cent-Münzen, die in Österreich seit dem 15. Dezember dieses Jahres in vielen Geldbörsen klimpern, Gesellschaft durch die neuen Geldscheine. Eine zentrale Funktion spielen dabei die Bankomaten und Geldausgabeautomaten in den Foyers der Banken. Am 1. Jänner 2002, Schlag Mitternacht, werden statt Schilling- nur mehr Euro-Banknoten ausgegeben. Der maximale Betrag, der behoben werden kann, beträgt 400 Euro (5.504 Schilling), nach zuvor 5.000 Schilling bzw. 363 Euro.


Bei den heimischen Banken sind am Silvestertag österreichweit etwa 10.000 Bankmitarbeiter im Einsatz. Die Umstellung der Bankomaten beginnt am späten Nachmittag. Die Geräte werden außer Betrieb gesetzt und mit Euro-Banknoten befüllt. Die Euro-spezifischen Einstellungen werden aktiviert und in Betrieb genommen. Auch die elektronische Geldbörse "Quick" kann dann nur mehr mit Eurobeträgen aufgeladen werden.

Nach der Umstellung erfolgt die Bargeldausgabe am Bankomat nur mehr mit 10 und 100 Euroscheinen, lässt die Bankomatbetreibergesellschaft Europay Austria wissen.

Das Umstellungskonzept sei in enger Zusammenarbeit mit den österreichischen Geldinstituten unter Einbeziehung der Geldausgabeeautomaten in den Foyer-Selbstbedieungsbereichen festgelegt worden. Dadurch werde eine kontinuierliche, flächendeckende Bargeldversorgung auch zum Jahreswechsel sichergestellt. An manchen Bankomaten soll es schon vor Mitternacht möglich sein, Euro abzuheben. In Umlauf gebracht werden darf die neue Währung aber streng genommen erst am 1.1.2002 um Null Uhr.

Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch die Umstellung der Bankomatkassen auf Euro. Dies geschieht nach Angaben der Europay durch das Terminal selbständig ohne Eingriff durch den Händler. Bereits im 2. Quartal 2001 wurde damit begonnen, die Geräte mit Euro-Software auszustatten.

In Österreich gibt es derzeit 2.600 Bankomaten und rund 3.900 Geldausgabeautomaten. Bargeldlos bezahlt werden kann an etwa 60.000 Bankomatkassen.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr liegt in Österreich fest in den Händen der Europay Austria. Sie sieht sich als zentrale Drehscheibe für kartengesteuerte Zahlungssysteme. Gemeinsam mit der Tochter APSS beschäftigt das im Besitz der österreichischen Geldinstitute stehende Unternehmen rund 400 Mitarbeiter. Um das bargeldlose Bezahlen zu fördern, hat die Europay mit 1. November 2001 die Sätze für Zahlungen an den Bankomatkassen im Handel gesenkt. Die Umsätze mit Bankomatkartenzahlungen dürften heuer im Rahmen von 105 bis 110 Mill. Zahlungen bei rund 80 Mrd. Schilling zu liegen kommen. In den ersten neun Monaten wurden 56 Mrd. Schilling umgesetzt, teilte Europay mit.