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Neue Exportoffensive in NÖ

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Um die niederösterreichischen Unternehmer bei ihren Exportvorhaben in die Nachbarländer zu unterstützen, haben das Land Niederösterreich und die Regionalagentur Eco Plus gemeinsam mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien eine Exportoffensive gestartet, erklärte gestern Niederösterreichs Landeshauptmann Erich Pröll vor Journalisten.


Unter anderem wird es künftig in Prag, Preßburg und Budapest - zusätzlich zu den Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) - eigene Niederösterreich-Agenturen geben. Mitarbeiter vor Ort sollen dann Unternehmen, die den Markt der mittel- und osteuropäischen Länder bearbeiten wollen, unterstützen. Auch die tschechischen, slowakischen und ungarischen Unternehmer sollen auf Möglichkeiten in Niederösterreich aufmerksam gemacht werden.

Die Agenturen stellten "keinen Gegensatz" zu den Büros der Außenhandelsstelle dar sondern sollten sich ergänzen, erklärte Landesrat Ernest Gabmann auf Anfrage. Weniger freundlich formulierte es Landeshauptmann Pröll: Bei der Wirtschaftskammer gebe es diesbezüglich eine "offensichtliche Unsicherheit" und unsicher sei jemand, "der sich nicht sicher ist, ob er die Aufgabe erfüllen kann oder nicht. Deshalb sind die Niederösterreich-Büros umso notwendiger". Neben Informationsveranstaltungen wird im Rahmen der Offensive auch das Beteiligungsmodell NÖBEG erweitert. Vorerst stehen 70 Mill. Euro an Beteiligungskapital zur Verfügung. Darüber hinaus würden bis zu 80% von Krediten durch das Land Niederösterreich behaftet, so Pröll.