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Neue Mitglieder im ÖIAG-Aufsichtsrat sind so gut wie fix

Von Harald Waiglein

Wirtschaft

Bestellung erfolgt am Montag. | Wien. Bei der Staatsholding ÖIAG steht am Montag eine Personalrochade im Aufsichtsrat an. Vier der zehn Kapitalvertreter werden gehen. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende und Papierindustrielle Alfred Heinzel sowie Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung, verlassen den Aufsichtsrat, weil ihre Mandate auslaufen.


Zusätzlich scheiden Karl Büche, der ehemalige Chef der Brau Union, und Astrid Gilhofer, früher im Palmers-Vorstand, aus. Büche geht wegen seiner Verwicklung in die Insider-Affäre rund um die Brau Union. Gilhofer geht, weil sie jetzt im Immobiliengeschäft tätig ist, an einigen Post-Immobilien interessiert sein könnte und einen Interessenskonflikt vermeiden will (die Post ist noch zu 100 Prozent im Besitz der ÖIAG).

Vier neue Gesichter

Was die Nachbesetzung betrifft, so ist fix, das der frühere IV-Präsident Peter Mitterbauer Alfred Heinzel als Aufsichtsratspräsident der ÖIAG nachfolgt. Ebenfalls fix ist, dass der frühere Börsen-Vorstand Stefan Zapotocky in den ÖIAG-Aufsichtsrat einziehen wird, wie der "Wiener Zeitung" aus ÖIAG-Kreisen bestätigt wird. Als weitere Kandidaten wurden unter anderem Claus Raidl (Generaldirektor der Böhler-Uddeholm) Richard Schenz (früherer OMV-Chef und Kapitalmarkt-Beauftragter der Bundesregierung), Johannes Strohmayer (früherer LIF-Politiker, jetzt Chef der Beteiligungsfirma Euro Capital Partners), Wolfgang Bernhard (gefeierter Sanierer bei VW) und der Papierindustrielle Wolfgang Pfarl (früher Vorstand der Leykam-Mürztaler AG, jetzt Europa-Chef bei Sappi) genannt. Schenz komme definitiv nicht, heißt es aus ÖIAG-Kreisen; Strohmayer habe höchstens Außenseiterchancen. Raidl nimmt sich gegenüber der "Wiener Zeitung" selbst aus dem Rennen: "Das mache ich sicher nicht. Man hat mich auch gar nicht gefragt." Damit ist so gut wie sicher, dass die beiden übrigen Aufsichtsratsplätze mit Bernhard und Pfarl besetzt werden.

Die ÖIAG wird am Montag auch über die anstehende Post-Privatisierung beraten. Geplant ist, dass der Aufsichtsrat den Privatisierungsausschuss ermächtigt, eine Preisspanne für den Börsengang festzulegen. Der Börsengang selbst dürfte für Ende Mai, Anfang Juni angepeilt werden.