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Neuer Stadtteil wird interkulturell

Von Stefan Beig

Politik
Grünflächen schaffen Raum für das Zusammenleben. Foto: Viktor Freytan

Nordbahnhofgelände soll auch "Interkulturelles Wohnen" fördern. | Wien. Das Zusammenleben von Wienern unterschiedlicher Herkunft soll im Wohnraum rund um den Rudolf-Bednar-Park gestärkt werden, betonte Vizebürgermeister und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) am Donnerstag bei einer Veranstaltung. Im Rahmen eines Bauträgerwettberwerbs zum Thema "Interkulturelles Wohnen" wurden insgesamt sechs Siegerprojekte für den 23.600 Quadratmeter großen Teilbereich des Nordbahnhofs ermittelt. Ab September 2011 werden die insgesamt 650 Wohnungen, deren Größe zwischen 50 und 100 Quadratmetern schwankt, gebaut.


"Die Siegerprojekte zeichnen sich nicht nur durch eine durchdachte Konzeption der Gemeinschafts- und Freiräume, sondern auch durch umfassende Maßnahmen zur Betreuung der jungen Hausgemeinschaften aus", meint Ludwig. Dazu zählten etwa Mieterservice-Teams mit Vertretern des Integrationsfonds, ein Weltcafé, eine Beratungsstelle des Integrationshauses und eine Familienberatungsstelle. 20 Prozent der Bewohner werden Migrationshintergrund haben, schätzt Ludwig. Über Kooperationen mit Medien und Vereinen sowie durch mehrsprachige Folder werden speziell Zuwanderer angesprochen.

Insgesamt sollen am Nordbahnhofgelände bis 2025 10.000 Wohnungen für 20.000 Bewohner errichtet werden. Eine Ganztagsschule und ein Kindergarten sind ebenfalls geplant.