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Neues Berufsbild: Taskmanager

Von Christine Zeiner

Wirtschaft

Anfang September wird der Startschuss für den "Austrian Taskmanager" (ATMG) fallen. Die Sozialpartner-Initiative soll der steigenden Arbeitslosigkeit von (älteren) Führungskräften entgegenwirken. Schlagworte am Arbeitsmarkt wie "zu alt", "zu teuer", "überqualifiziert" oder "falsches Geschlecht" sollen dann der Vergangenheit angehören.


"Die Wirtschaft kann nicht einfach auf diese Ressourcen verzichten", verweist Gottfried Marckhgott von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) auf die akute Arbeitslosigkeit bei Führungskräften und Akademikern. Der neue Beruf des "Taskmanagers" (TM) beruht auf einer Initiative der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), der WKÖ, des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), des Europäischen Service für Personalvermittlung und Unternehmensgründung (EUSPUG) sowie des Austrian Senior Experts Pool (ASEP). TM sollen einzelne Projekte operativ umsetzen, also "weder als Unternehmensberater, noch als ständige Mitarbeiter" agieren, differenziert ATMG-Projektleiter Eugen Krammer. Eine fixe Anstellung in Folge sei aber nicht auszuschließen: "Einige werden wieder in ein fixes Arbeitsverhältnis zurückkehren", erwartet Martin Panholzer (GPA) im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Das Know-how der Führungskräfte gehe so nicht verloren, und die Unternehmen könnten projektbezogen qualifizierte Mitarbeiter anheuern. Bei akutem oder temporärem Bedarf bietet der TM sein Fachwissen an. Über die Internetplattform der WKÖ "eTask" werden Angebot und Nachfrage zusammengeführt: Unternehmen formulieren Aufgaben, Konditionen und Zeitraum, der "Manager auf Zeit" beschreibt seine Fähigkeiten. Im Netz finden so die richtigen Partner zueinander, das Unternehmen "kauft" die Erfüllung der anstehenden Arbeitsaufgaben. Ähnlich wie in den USA könne sich ein erfolgreicher TM von Task zu Task teurer verkaufen, meint Krammer. Laut WKÖ könnten etwa 230.000 Betriebe daran interessiert sein. Voraussetzungen für einen TM sind mindestens 15 Jahre Berufserfahrung, davon fünf in leitender Position, sowie eine Zertifizierung und ein entsprechender Gewerbeschein.