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Neues Gesetz: Ab nun gelten strenge Regeln an der Börse

Von Stephanie Dirnbacher

Wirtschaft

Halbjahresbericht viel umfangreicher als bisher. | Wien. Aktiengesellschaften werden von der EU unter die Lupe genommen. Seit der Umsetzung der EU-Transparenzrichtlinie im heimischen Börsegesetz gelten strengere Berichtspflichten.


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"Komplett neu ist die Zwischenberichtserstattung", erklärt Peter Bartos von der BDO Auxilia Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der "Wiener Zeitung". Dafür gibt es jetzt klare Strukturen.

Neben einem Jahresfinanzbericht müssen börsennotierte Aktiengesellschaften und Emittenten von börsennotierten Schuldtiteln nun auch einen strukturierten Halbjahresfinanzbericht sowie Quartalsberichte nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards vorlegen. Auch der wirtschaftliche Verlauf sowie eine Vorschau ist halbjährlich in einem Lagebericht zu erläutern.

Wie Jahresabschluss

Der Inhalt der Halbjahresberichte lässt für Aktiengesellschaften eine ordentliche Portion Arbeit vermuten, denn "die Berichte unter dem Jahr müssen fast dieselbe Info wie der Jahresabschluss enthalten", fasst Bartos zusammen. Auch Aslan Milla, Partner bei PricewaterhouseCoopers bestätigt: "Es ist mehr geworden."

Das ist aber noch nicht alles: Nach dem neuen Börsegesetz muss "alles (alle Berichte, Anm.) veröffentlicht werden", erklärt Bartos.

Veröffentlichungspflicht

Laut Milla müssen die Berichte mindestens fünf Jahre lang veröffentlicht bleiben.

Wie das genau - auch in technischer Hinsicht - ausschauen wird, daran tüftelt noch die Finanzmarktaufsicht (FMA).