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Nicht alle Museen haben Dinosaurier

Von Christina Böck

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Lauter Hiobsbotschaften für Freunde der gepflegten Nostalgie im Fernsehen. Vergangene Woche wurde offiziell bestätigt, dass die nächste Staffel der britischen Kostümserie "Downton Abbey" auch ihre letzte sein wird. Und die Ausstrahlung der finalen Folgen von "Mad Men" steht kurz bevor. Dann heißt es Abschied nehmen von den Werbe-Experten, die uns so anschaulich gezeigt haben, wie hedonistisch doch so ein Bürojob in den 60ern und 70ern sein konnte.

Wobei, wen nach dem Ende der Serie die Sehnsucht besonders drückt, der hat noch eine Chance: Er kann ins Smithsonian Museum in Washington fahren. Denn dem wurden nun Requisiten der TV-Produktion übergeben. Ein Mantel und ein Hut von Don Draper. Kleider mit Wespentaille, Rasierpinsel, Uhren und Zigarettenpäckchen. Und natürlich das wohl Charakteristischste für die ganze Serie: ein Set bauchiger Vintage-Whisky-Gläser. Und eine Flasche historischen Stolichnaya-Wodkas. Der übrigens kaum anders aussieht als heute. Der Kurator der Entertainment-Abteilung ist begeistert: "Das ist wie eine archäologische Fundstelle aus dieser Menschheitsepoche!"

Ob das Vergnügen in der Ausstellung dasselbe ist wie bei der Serie, sei dahingestellt. Aber das ist ja sowieso sehr subjektiv. Wie auch eine Aktion im New Yorker Museum of Modern Art zeigt. Dort sollen Kinder auf Zettelchen nacherzählen, was sie im Museum gesehen haben und wie es ihnen gefallen hat. Die meisten sind begeistert. Aber einer hat doch eine fundamentale Kritik: "Habe nirgends einen Dinosaurier gefunden. Und Sie nennen sich ein Museum!"