Zum Hauptinhalt springen

Nicht schon wieder die Raketen

Von Mathias Ziegler

Kommentare

Mundl und Irmis Vater treffen einander beim Friseur, beschließen dort, sich gegen das Regime der Ehefrauen aufzubegehren und statt des Haarschnitts lieber gemeinsam einen Schnaps zu trinken, bevor sie sich mit Silvesterkrachern eindecken und dann aus Mundls Wohnzimmer versehentlich ein gegenüberliegendes Fenster beschießen, sodass die Polizei anrückt.


Miss Sophie feiert ihren 90. Geburtstag, und ihr Butler James ist am Ende sternhagelvoll, weil er den Sherry, Weißwein, Champagner und Portwein von vier (schon verstorbenen) Gästen austrinken muss, wobei er elfmal über einen Tigerkopf stolpert.

Dazwischen, davor und danach lädt Kaiser Robert Heinrich I. Prominente zur Audienz und verarscht sie.

Andy Borg lässt Audrey Landers, Bata Ilic, Queen Esther Marrow, The Harlem Gospel Singers, Amigos, Rosanna Rocci, Michael Morgan, Leonard, Udo Wenders, Die Grubertaler, Marco Ventre und noch einige andere die p.t. Zuseher ins neue Jahr hinüberträllern.

Glücklich, wer heuer zu Silvester ein so ausgeprägtes Sozialleben hat (oder gar arbeiten muss), dass er gar nicht auf die Idee zu kommen braucht, sich das ewiggleiche ORF-Silvesterprogramm (nur die "Wir sind Kaiser"- und "Silvesterstadl"-Gäste wechseln) zu geben. Von dem man dann ohnehin nur die Hälfte versteht, weil draußen die Raketen so laut knallen.

Bin ich ein Silvestermuffel? Ja, ich gebe es zu. Aber ich bin nicht der einzige. Es wäre deshalb wirklich nett vom ORF, wenn er uns einmal eine echte Alternative böte. An Schlaf ist ja vor zwei Uhr sowieso nicht zu denken. Da hätte ich doch gerne wenigstens ein sehenswertes Fernsehprogramm . . .