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Umweltministerin Köstinger kann Wiener Argumentation nicht nachvollziehen.
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"Wiener Zeitung":Frau Minister Köstinger, Sie fordern für Wien die Freigabe der Busspuren für E-Autos. Die Stadt Wien ist dagegen, weil sie befürchtet, dass dadurch die Busse behindert werden - was sagen sie dazu?Elisabeth Köstinger: Die Anzahl der E-Fahrzeuge in Österreich ist noch sehr gering. Vier von 1000 Fahrzeugen sind derzeit Elektro-Autos. Weder Verkehrsexperten noch Erfahrungen in anderen Städten können bestätigen, dass es durch E-Autos zu Verkehrsbehinderungen kommt. Deswegen ist dieses Argument nicht haltbar. Es ist vielmehr ein Anreiz, auf E-Mobile umzustellen.
Ist das nicht eher eine Frage der Ideologie? Die Grünen wollen die Autos aus der Stadt herausbringen. Die Öffnung der Busspur für E-Fahrzeuge trägt nicht dazu bei.
Natürlich ist es wichtig, dass man den öffentlichen Verkehr ausbaut, und das macht ja auch die Bundesregierung mit verschiedenen Paketen. Es gibt aber auch Menschen, die auf andere Weise mobil sein müssen. Und auch hier muss ein Umdenken stattfinden: Jedes einzelne Auto ohne CO2-Ausstoß trägt zur Einhaltung der Klimaziele bei.
Würden Sie die Öffnung der Busspuren wieder zurücknehmen, falls es einmal zu viele E-Autos in der Stadt geben sollte?
Natürlich. Auch in Norwegen hat die Maßnahme dazu geführt, dass immer mehr auf E-Mobilität umgestiegen wurde. Und als dann die Anzahl der E-Mobile so stark zugenommen hat, wurde die Maßnahme wieder zurückgenommen.
Wie konkret ist die Drohung, den Wienern diese Maßnahme mittels der StVO aufzuzwingen?
Der Verkehrsminister wird hier mit den Städten Gespräche suchen und ich bin zuversichtlich, dass diese im Sinne des Ausbaus der sauberen Mobilität diesen Vorschlag annehmen werden.
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