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Nord-Süd-Gaskorridor der Visegrad-Staaten ist fix

Von WZ-Korrespondentin Karin Bachmann

Wirtschaft

Bratislava. Die Energieminister der sogenannten Visegrad-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn haben sich in Bratislava auf die konkreten Umrisse eines Korridors für die Versorgung mit Erdgas verständigt, in den innerhalb der nächsten drei Jahre auch Kroatien einbezogen werden soll.


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Innerhalb des sogenannten Nord-Süd-Korridors sollen in fünf regionalen Abschnitten insgesamt 16 Gas-Pipelines miteinander verquickt werden.

Der Korridor wird vom nordpolnischen Flüssiggas-Terminal Swinoujscie bis zum Adria-Terminal auf der kroatischen Insel Krk reichen. Einige Abschnitte sollen noch heuer in Betrieb gehen.

Die Deklaration über den Nord-Süd-Gaskorridor fiel im Vorfeld des Energiegipfels der EU am 4. Februar 2011 in Brüssel. Grundsätzlich hatten sich die Regierungschefs der Visegradstaaten auf einen derartigen Korridor schon bei ihrem Treffen in Budapest im Februar 2010 verständigt. Damit zogen sie die Konsequenzen aus dem russisch-ukrainischen Gastransitstreit der Vorjahre, durch den vor allen die Slowakei in Mitleidenschaft gezogen war; dort hatte die Regierung sogar für knapp drei Wochen einen Gas-Notstand ausgerufen.

Durch den neuen Nord-Süd-Korridor soll sich die Abhängigkeit der Länder von russischen Erdgaslieferungen deutlich vermindern. Einem Gutachten d zufolge dürften nach Vollendung des Korridors auch die Gaspreise in der Region deutlich sinken.

Ungarns Premier Viktor Orban und seine slowakische Amtskollegin Iveta Radicova haben am Freitag ein bilaterales Abkommen über eine gemeinsame Gaspipeline unterzeichnet. Zwischen der Slowakei und Polen gibt es eine Absichtserklärung, wonach die beiden Länder im kommenden Jahr über eine gemeinsame Pipeline entscheiden werden.