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Nur Bank Austria, OMV stützten Wien

Von Hans Almer

Wirtschaft

Die Wiener Börse stand in der ersten Oktoberwoche wieder einmal im Abseits. Während sich die anderen europäischen Aktienmärkte über weite Strecken von ihrer freundlichen Seite zeigten und erst gegen Wochenschluss ins Minus rutschten, bewegten sich die Wiener Indices in geringer Bandbreite.


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Wie an fast allen internationalen Börsen waren auch in unseren Breiten die Titel der New Economy einem erhöhten Abgabedruck ausgesetzt. In Wien verhinderten Kursgewinne bei den grundkapitalgewichtigen Bank Austria und OMV ein stärkeres Abrutschen der Indices. Weiterhin höchst enttäuschend war die Kursentwicklung der Sportartikel-Aktie Head. Wer also gehofft hat, daß auf den Schock nach der Börseneinführung eine Erholung folgen würde, wurde vergangene Woche noch einmal schwer enttäuscht. Die Head-Aktie durchbrach zwar im Laufe der ersten Oktoberwoche einige Male die 9-Euro-Marke nach oben, fiel aber letztendlich auf einen neuen Tiefstkurs von 7,45 Euro und beendete die Freitag-Sitzung mit 7,50 Euro um ein Drittel unter dem Emissionspreis.

Der ATX wurde zum Ende der ersten Oktoberwoche mit 1.160,16 Punkten errechnet und hat sich damit im Wochenverlauf um per saldo 0,1% ermäßigt. Dabei war der Wiener Leitindex nach freundlichem Wochenbeginn am Dienstag sogar über die 1.170-Punkte-Marke geklettert. Mit seinem Minus befand sich der ATX letztendlich in guter Gesellschaft, zumal auch andere Euro-Börsen durch markante Verluste zum Wochenschluß ins Negative rutschten. Der DJ Euro Stoxx als Indikator für die Märkte des Euroraumes hat sich in der Berichtsperiode um 0,1% ermäßigt und der DAX ist um per saldo 0,6% zurückgegangen. Die europäischen Wachstumsbörsen haben sich unterdessen höchst unterschiedlich entwickelt. Während der Neue Markt der Nasdaq folgend um über 8% absackte, zogen die Kurse an der Easdaq um durchschnittlich 2,4% an. Der ViDX als Meßgröße für die in Wien gelisteten Wachstumsaktien gab in der ersten Oktoberwoche um mehr als 7% auf 1.343,46 Punkte nach.

Von den ATX-Werten verbuchten Generali mit 5,5% den stärksten Anstieg. Sehr fest auch Verbund, OMV, Bank Austria und Austria Tabak. Verlierer der Woche waren Head und CyberTron mit Kurseinbrüchen um 17,6% bzw. 15,9%. Markante Rückschläge mußten auch BWT, Semperit und BETandWIN hinnehmen.

Im B-Market gab es keine nennenswerten Befestigungen. UIAG, Jenbacher und Rosenbauer verloren zwischen 5% und 8%. Deutlich schwächer auch AHT, bauMax, stage1, Do&Co und Feratel. Die im C-Segment gelisteten kleineren Titel waren in der abgelaufenen Woche mehrheitlich schwächer. Ausgesprochen starke Einbußen mußten nach den kräftigen Befestigungen der Vorwoche die Nahrungsmittelwerte Mautner Markhof (-13,5%) und NÖM (-11,6%) hinnehmen. Die Vorzugsaktien der AvW Invest sackten sogar um fast 16% ab und die Hild-Stämme verloren mehr als 11%. Markante Gewinne gab es hingegen bei Manner und Lambacher.

Am Neuen Markt in Frankfurt fielen in den ersten Oktobertagen Blue C mit einem Minus von fast 16% und Fabasoft mit einem Rückgang um 13% negativ auf. Die an der Easdaq gelisteten S&T bröckelten um nahezu 13% ab.

Hans Almer ist Redakteur der Zeitschrift "bankundbörse".